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In diesem Blog geht es um eine Erkrankung.Die Krankheit nennt sich Kleinhirnatrophie.Ich möchte darüber schreiben,weil ich selbst betroffen bin. Zum anderen soll der Blog ein wenig aufklären, da es sich um eine Erbkrankheit handelt,die noch recht unbekannt ist.

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Eigene Gedanken...

Ich freue mich.Zwar wußte ich,das diese Erkrankung (die vererbte Form)recht selten auftritt.

Doch habe ich kaum damit gerechnet,das sich jemand traut,sich zu melden.

Doch dies haben jetzt zwei Personen getan und ich bewundere deren Mut,dazuzustehen.

 

Ich weiß,das man oft versucht,Dinge zu verstecken und völllig normal zu erscheinen.

Mir geht es schließlich ebenso.

Es ist auch schwierig,denn man mag es nicht ständig erwähnen.

Und man weiß,das es vom Umfeld nicht verstanden wird.

Die Information über so ein Krankheitsbild ist eben gleich Null.

Gut,irgendwie verständlich,wenn es recht selten auftritt.

Doch als Betroffener findet man so etwas gewiß nicht gut.

 

Wenn sich jemand ein Bein bricht,sieht man das und man zeigt Verständnis.

Doch unser Krankheitsbild ist nicht sichtbar.

Wenn dann etwas passiert,zum Beispiel,das etwas aus der Hand fällt,bekommt man nur zu hören:

"Was ist denn jetzt los?"

Das man nur den Kopf schüttelt und sozusagen doofe Antworten gibt,kann man da verstehen.

 

Auch das Thema Angst muss man doch mit sich selber ausmachen.

Man kann manchmal schlecht seine Gedanken aussprechen.

Dies ist in Bezug auf Familie gemeint.

Ich habe drei Kinder.

Mein Sohn ist inzwischen 20.Als ich es erfuhr,hatte ich ersteinmal damit zu kämpfen.

Inzwischen weiß er es und ich hatte ihn gebeten,sich darauf untersuchen zu lassen.

Soweit ich weiß,hat er dies bis jetzt aufgeschoben.

Da haben wir doch schon versteckte Angst,oder?

Mein Sohn hat zwei Kinder,einen Jungen von 14 Monaten und jetzt noch ein neugeborenes Mädchen.

Könnte doch weitere Kreise ziehen.

 

Zum anderen habe ich eine fünfjährige Tochter.Mit ihrer Kinderärztin habe ich gesprochen.

Die Ärztin meinte,eine Untersuchung erfolgt erst,wenn Symptome auftreten.Da ist es doch aber eigentlich schon zu spät!?

Es fehlt eben die Aufklärung.

Nun,letztens ist sie mehrmals auf ihren Popo gefallen,einfach so.

Nun,das kann ebensogut Müdigkeit gewesen sein.

Doch unwillkürlich habe ich an diese Krankheit gedacht,es aber nicht ausgesprochen.

Einmal hatte ich es erwähnt und was war die Antwort:

"Mal mal den Teufel nicht an die Wand."

 

Also schweigen...

 

Bei meiner vierjährighen ist mir nichts aufgefallen...Gut so!

 

Bei beiden soll auch nichts sein.

 

Jedenfalls möchte ich davon Betroffene ermutigen,ruhig Kontakt aufzunehmen.Ich freue mich.

Wenn ich kann,antworte ich schnellstens!

 

 

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C
<br /> Tja, diese Krankheit scheint rätselhaft.<br /> <br /> Bei mir Diagnose 1991, damals war ich 45. Doch schon viele Jahre früher wurden die Symptome nicht zugeordnet, ich war bei verschiedenen Ärzten.<br /> Symptome ansteigend immer schlechter:<br /> Verwaschene Sprache, manchmal kann ich einzelne Wörter nicht artikulieren, ist wie eine Lähmung des Kehlkopfes, Doppelbilder.<br /> <br /> Beine wurden immer schwerer, Gleichgewicht beim Gehen immer weniger. Das Halten des Gleichgewichts ist Schwerstarbeit, sehr anstrengend, Gehen und Stehen auch.<br /> Am schlimmsten aber war/ist die rasche Erschöpfung und das dumpfe Gefühl im Kopf. (Ist so jetzt nicht mehr).<br /> 1992 wurde ich Pension geschickt, weil ich so nicht mehr vermittelbar war und natürlich auch keine Leistung mehr erbringen konnte.<br /> <br /> Meine Tage jetzt sind unterschiedlich, mal ganz gut, mal wieder extrem erschöpfend. Ich schlafe inzwischen auch ausreichend gut, im Gegensatz zu früher. Diesen Umstand führe ich auf die jahrelange<br /> Angst-Verarbeitungs-Arbeit zurück. Denn nebenbei hatte ich ein sehr bewegtes, oft angstbesetztes Leben.<br /> <br /> Wenn ich das jetzt alles öffentlich schreibe, habe ich ein komisches Gefühl im Bauch<br /> Aber nicht, weil es mir schwer wäre, das zu schildern, sondern weil ich den Eindruck habe, es interessiert eh keinen, wie ich mich fühle. So habe ich es oft in den letzten 20 Jahren erlebt.<br /> Vielleicht weil allgemein so wenig über Kleinhirn-Atrophie bekannt ist. Wenn ich MS hätte, wäre es anders, die kennt man. Bei einer häufigeren Krankheit muss nicht so viel erklärt werden. Ich hatte<br /> oft den Eindruck, dass mir nicht geglaubt wurde, weil man es mir ja gar nicht immer ansieht, zB wenn ich sitze.<br /> <br /> Deshalb bin ich froh, diesen blog gefunden zu haben. Heute habe ich nur einen kleinen Teil geschildert, ein anderes Mal vielleicht mehr.<br /> <br /> <br />
Antworten
H
<br /> <br /> Hallo Chris!<br /> <br /> <br /> Ich freue mich,den Kommentar gelesen zu haben.<br /> <br /> <br /> Na da bist du ja bescheiden dran.Leider ist es wirklich so,das man von einem Arzt zum anderen rennt und keiner glaubt einem richtig.<br /> <br /> <br /> War ja bei mir ebenfalls so,das man von einem Schlaganfall ausgegangen ist.2006 war ich gerade 39 Jahre.Ist schon hart,vor allem,wenn es einem selbst bewusst ist,denn die Intelligenz leidet<br /> keineswegs.<br /> <br /> <br /> Petra<br /> <br /> <br /> <br />