In diesem Blog geht es um eine Erkrankung.Die Krankheit nennt sich Kleinhirnatrophie.Ich möchte darüber schreiben,weil ich selbst betroffen bin. Zum anderen soll der Blog ein wenig aufklären, da es sich um eine Erbkrankheit handelt,die noch recht unbekannt ist.
Wie alles begann...eine Odysee
Bei wurde erst Rheuma diagnostiziert.
Schon während der Ausbildungszeit(war von 2000-2003 zur examinierten Altenpflegerin) hatte ich Phasen, in denen ich nicht richtig sprechen konnte.
Jedoch, es fiel nicht auf, da ich sowieso ruhig war.
Manchmal konnte ich nicht richtig schreiben, der stift fiel mir einfach aus der Hand.
Oft fragten die Lehrer mich, warum ich denn nicht mitschriebe. Ich sagte einfach, ich höre zu.
Natürlich machte ich mir, so wie es wieder ging, Notizen, brauchte ich ja schließlich für meinen Abschluß.
Oft konnte ich mich kaum bewegen. Morgensteifigkeit tratt ssehr häufig auf.
Da Morgensteifigkeit ein Symtom vom Rheuma ist,tippte man eben darauf. Ich bekam nun Tabletten. Doch diese halfen mir überhaupt nicht. Mir kam der Gedanke, "Na dann kann ichs auch bleiben lassen."
Ich nahm meine Medikamente nicht.
Nun erfolgte ein Arztbesuch nach dem anderen:Allgemeinmedizin.Neurologe,Orthopäde. Sie schickten mich zum EEG und noch anderes. Doch alle wußten nicht so richtig,was los war.
Man schob es auf die Psyche.Psychosomatische Klinikaufenthalte sowie Kuren waren angesagt.
Die Psyche beeinflußt den Körper,das stimmt schon.Meine Einstellung hatte sich verändert.In dieser Hinsicht war es nicht nutzlos.Aber meine Symptome blieben und nahmen zu.
Im Januar 2006 landete ich im Krankenhaus.Meine Sprache war verwaschen und es kam alles nur noch lallend.
Man hatte den Verdacht,es sei ein Schlaganfall.
Nun machte man ein MRT.(Magnetresonanztomographie)
Zur Auswertung kam die Frage:
"Wissen sie,das sie eine Klenhirnatrophie haben?"
Bis dato wußte ich überhaupt nicht,was es ist.Ich hatte nur gemerkt,das es mir teilweise sehr schlecht ging.
Also hatte ich absolut keine Ahnung,was auf mich zukommt!
Nun im Krankenhaus gingen sie wohl von einer anderen Grunderkrankung aus,die die Probleme verursacht.
Ich bekam Physiotherapie,um meinen Gang sowie das Gleichgewicht zu verbessern.Es war ihnen aufgefallen,das ich da zu kämpfen hatte.
Von der Logopädin wurde ich angesprochen.Sie meinte,wenn ich wieder Probleme habe,sollte ich vorbeikommen.Es geschah mehrmals.Sie stellte eine Dysarthrie fest.
Nach 14 Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.
Jetzt stand ich wieder allein auf weiter Flur.
Wieder suchte ich mehrere Ärzte auf.
Immer hieß es,"tja die Psyche kann einem ganz sschöne Streiche spielen."
Ich hatte die Schnauze voll.
Im September 2006 wollte es wohl der Zufall so oder jemand im Universum hat nachgeholfen(auch egal).
Ein neuer Neurologe übernahm eine Praxis.Erstens war ich neugierig und zweitens konnte ein letzter Versuch nicht schaden.
Über eine Stunde war ich im Arztzimmer.Kannte ich überhaupt nicht.
Ich erzählte,er stellte Fragen und machte ein paar ganz einfache Tests.Doch über die gezielten Fragen wunderte ich mich.
Zum Schluß sagte er zu mir:"Sie haben eine Kleinhirnatrophie."Jetzt war ich buff.
Endlich hatte ich jemanden gefunden,der wußte,wovon ich rede und der mich verstand.
2007 schickte er mich in eine Spezialklinik.Dort war ich drei Wochen.seine Worte,"sie werden nur Untersuchungen machen,mehr geht nicht mehr."
Ich machte mir gar keine Gedanken um den Ernst der Worte.
Nach den drei Wochen hieß es nun: Es handelt sich hier um eine Erbkrankheit.Mit Verschlimmerungen müssen sie immer rechnen.Sie können durchaus 80 werden,aber es kann auch von jetzt auf gleich vorbei sein.
Das war deutlich.Ich war geschockt.
Mit diesem Wissen habe ich immer zu kämpfen,besonders wenn es mir mal wieder etwas besch... geht.
Beim nächsten Mal werde ich über meine Symptome schreiben.
Ich habe mich dazu entschlossen,darüber zu schreiben,um diese Krankheit ein wenig zu erörtern.
Sie ist selten,ihre Prävalenz liegt bei 3:100000.
Da ich hier einige Fachbegriffe verwende,empfehle ich,eventuell im Doc Check Flexikon(ein Medizinlexikon) nachzulesen.