In diesem Blog geht es um eine Erkrankung.Die Krankheit nennt sich Kleinhirnatrophie.Ich möchte darüber schreiben,weil ich selbst betroffen bin. Zum anderen soll der Blog ein wenig aufklären, da es sich um eine Erbkrankheit handelt,die noch recht unbekannt ist.
Mir ist bekannt,das es Ängste gibt,die irrational sind und gar nicht sein müssten.
Doch meine Angst betrachte ich schon als real.
Als ich vor fünf Jahren mit meiner Tochter schwanger war,konnte ich von jetzt auf gleich,nicht mehr laufen.
Ein Bein vors andere setzen,war mir nicht möglich.
Mein Mann brachte mich damals sofort ins Krankenhaus.
Bei langen Strecken war ich auf den Rollstuhl angewiesen.
Im Zimmer hätte ich den Stuhl auch haben können,aber ich lehnte dankend ab.
Es war eine Qual,doch es war mir egal.Ich wollte laufen.
Drei lange Wochen lag ich im Krankenhaus.
Kein Orthopäde,Neurologe... fand eine Ursache.Heute weiß ich,wenn das Gehirn bockt,geht eben manches nicht.Trotzdem ist es schwer,es in just diesem Moment zu akzeptieren.
Die Untersuchungen damals waren nervend.
Während dieser Zeit wurde meine Tochter geboren.
Tagsüber wollte ich sie auf dem Zimmer haben,doch nachts war sie im Kinderzimmer.Wenigstens bekam ich sie zum Stillen.Doch sonst sollte ich mich halt schonen.
Zwar tat mir das in der Seele leid,doch ich konnte ja nicht laufen.
nach den besagten drei Wochen wollte ich nach Hause.Es ging mit dem Laufen keineswegs gut,aber dennoch.
Zu Hause dauerte es noch 3 Wochen.
Gerade war ich dabei,meine Tochter zu wickeln.es war alles mühevoll.
Da ich sie auf dem Fußboden wickelte,stand ich auf.
Schlagartig konnte ich laufen.
Bisher ging es 5 Jahre mit der Bewegung.Sicher mehr schlecht als recht.
Heute haben meine Beine wieder versagt.
Es ist schon doof,wernn man auf der Straße läuft und plötzlichgeht nichts mehr.
Ich konnte die Füße weder vorwärts noch rückwärts bewegen.
Wie angewurzelt stand ich da.
Dem Himmel sei Dank,dauerte dieser Zustand 15 min.Nach dieser Zeit,kam mir ewig lange vor,ging es wieder.
Aber noch war ich in Gräfenhainichen,wo ich beim Augenarzt war.
Doch ich mußte meine Kinder aus dem Rodlebener Kindergarten holen.Es war also noch eine Entfernung von 30km zurückzulegen(mit einem Fahrzeug).
Da geht es einem durch den Kopf,hoffentlich schaffe ich das.
Mich beschäftigt ständig der Gedanke an die Beine.Das ist nicht gut,darüber nachzudenken.Es ist eben wie es ist.
Doch sich auf etwas anderes zu konzentrieren(auch angesichts der Schmerzen),fällt verdammt schwer.
Ich habe einfach Angst!